Newsletter 10. Februar 2017

So möchten die Deutschen leben: Der Wunsch ist immer noch hoch

Rund drei Viertel der Mieter sehnen sich nach einem Leben in den eigenen vier Wänden. Das zeigt eine aktuelle Wohntraumstudie, die zum fünften Mal in Folge ausführlich darlegt, welche Dinge die Deutschen beim Wohnen glücklich (und weniger glücklich) machen. Die Deutschen streben ins Eigenheim – doch die meisten Mieter sind skeptisch, ob es ihnen gelingt, ihren Wohntraum zu verwirklichen. Ihre größte Angst laut Wohntraumstudie: Unkalkulierbare Zusatzkosten beziehungsweise Baunebenkosten.

Garten ja, Sauna nein: Der Durchschnittskäufer mag es normal

Wie soll das Wunschobjekt beschaffen sein? Hier hat die Mehrheit der im Zuge der Wohntraumstudie Befragten klare Vorstellungen: Diese decken sich weitgehend mit denen aus früheren Studien: Das Einfamilienhaus ist mit 32 Prozent nach wie vor mit Abstand der beliebteste Haustyp. Energiesparhäuser und moderne Stadtwohnungen teilen sich den zweiten Platz auf der Beliebtheitsskala (jeweils 9 Prozent), gefolgt vom Bungalow, der für 8 Prozent den persönlichen Wohntraum darstellt. Auch in Bezug auf äußere Faktoren wie die Umgebung haben sich die Prioritäten nur unwesentlich verändert. Die Nähe zur Natur, nicht weitentfernte Einkaufsmöglichkeiten und Ärzte sowie eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr zählen wie in der Vergangenheit zu den Faktoren, die maßgeblich zur Zufriedenheit mit der Wohnsituation beitragen.

Wie in den Vorjahren wünschen sich die Deutschen vor allem eine moderne Einbauküche (77 Prozent). Viel Wert wird auch auf eine Garage und ein Gäste-WC gelegt. Auf Platz eins der zwingend notwendigen Extras landet wie in den Vorjahren der Garten (42 Prozent) und steht damit in der Gunst sogar vor Balkon oder Garage (29 Prozent/25 Prozent). Wohn-Extravaganzen hingegen sind zum Teil sogar noch weniger gefragt als früher: Nur 27 Prozent (minus 6 Prozentpunkte) wünschen sich einen Pool und gerade einmal 19 Prozent (4 Prozentpunkte weniger) eine Sauna. Die meisten Menschen brauchen also keinen Luxus, um in den eigenen vier Wänden glücklich zu sein.

Viele Käufer haben Angst vor hohen Preisen und hohen Kosten

Ein attraktives Zuhause zählt für 96 Prozent der Deutschen zu den wichtigsten Dingen im Leben – gleich nach Gesundheit (99 Prozent). Trotzdem verbinden viele Menschen den Eigenheimerwerb zunächst mit Hindernissen. 88 Prozent der Mieter befürchten unkalkulierbare Zusatz- / Baunebenkosten. 87 Prozent schreckt die hohe finanzielle Belastung durch den Kredit. An dritter Stelle der größten Bedenken beim Immobilienerwerb steht die Sorge, aufgrund hoher Nachfrage kein Baugrundstück zu einem angemessenen Preis zu erhalten (81 Prozent).

Die Bedenken sind nachvollziehbar, erweisen sich häufig jedoch als unbegründet. Wie die Befragung von Immobilieneigentümern im Zuge der Wohntraumstudie zeigt, bewahrheitet sich etwa die Sorge, kein passendes Baugrundstück zu bekommen vergleichsweise selten – trotz des in Bestlagen von Metropolen knappen und teuren Angebots. Im Schnitt aller Großstädte haben 85 Prozent aller diese Annahme – aber nur 50 Prozent der Hausbesitzer mussten beim Grundstück tatsächlich Kompromisse machen.

Was bedeuten die Zahlen für Ihre Baufinanzierung?

Es zahlt sich aus, wenn Sie mit meiner Unterstützung wichtige Eckpunkte in Bezug auf das Grundstück und die Immobilie frühzeitig geklärt haben – am besten, bevor Sie mit der Suche beginnen. Dann können Sie sich gegebenenfalls schnell entscheiden, ohne dass Sie Gefahr laufen, hektisch eine falsche Entscheidung zu treffen. Durch Einbeziehung meiner langjährigen Erfahrung können Sie auch möglichen Ängsten vor einer zu hohen finanziellen Belastung und vor unkalkulierbaren Baunebenkosten begegnen. Wenn wir Ihr Vorhaben von Anfang an gemeinsam durchdenken, solide kalkulieren, bleibt der Immobilienkauf in der Regel ein planbares Vorhaben. Die Höhe der monatlichen Miete kann eine wichtige Orientierung bieten, welche Kreditrate Sie stemmen können. Das Finanzierungskonzept sollte jedoch unbedingt einen Puffer enthalten, damit eine längere Bauzeit, unvorhersehbare Zusatzkosten oder veränderte Lebensumstände (etwa durch Arbeitslosigkeit) und neue Rahmenbedingungen (zum Beispiel in Form höherer Baugeldzinsen) abgefedert werden können.

Gern stehe ich Ihnen zur Seite. Sprechen Sie mich an.

Wie die Politik 2017 Immobilienkäufer unterstützen will

Mit großer Spannung blickt die Immobilienwirtschaft auf das Wahljahr 2017. Im Zuge der Landtagswahlen im Saarland (26. März), in Schleswig-Holstein (7. Mai) und in Nordrhein-Westfalen (14. Mai) sowie der bevor­stehenden Bundestagswahl (24. September) erwartet die Branche, dass neue Weichen für den Wohnungsbau gestellt werden. Erhofft wird von der neuen Bundesregierung eine ausgewogenere Immobilienpolitik, die nicht nur Mieterschutz, sondern auch Maßnahmen zur Förderung von Wohneigentum umfasst.

Angesichts des aufziehenden „Superwahljahrs“ bringen sich die Parteien in Stellung – und werben mit Vorschlägen, wie sie vor allem Familien zukünftig beim Eigenheimerwerb unterstützen möchten. Da wird mal die Einführung eines neuen sogenannten Baukindergeldes als zusätzliche Jahreszahlung gefordert (CDU), dann wieder ein nach Kinderzahl gestaffelter Eigenkapitalzuschuss für den Eigenheimerwerb in Ballungs­räumen (SPD) oder eine Deckelung von Notarkosten und Gebühren für Grundbucheinträge (ebenfalls SPD).

Immobilienmarktexperten kritisieren jedoch die Initiativen als unzureichend. Diese zielten am eigentlichen Problem vorbei. Nach Auffassung des Eigentümerverbandes Haus & Grund Deutschland sei es der Staat selbst, der für finanzielle Hürden beim Erwerb von Wohneigentum sorge – etwa in Form von hohen sowie weiter steigenden Grunderwerbsteuersätzen.

Kritiker bemängeln ineffiziente Umverteilung von Geldern

Nebenkosten verteuern den Immobilienerwerb in Deutschland zwischen rund 9 Prozent und mehr als 15 Prozent. Einen wesentlichen Posten bildet die Grunderwerbsteuer, die je nach Bundesland 3,5 Prozent bis 6,5 Prozent des Kaufpreises beträgt. Ebenfalls hoch sind die Notar- und Grundbuchkosten, die mit etwa 2 Prozent zu Buche schlagen.

Dass es auch günstiger geht, zeigt ein Blick über den Gartenzaun zu den Nachbarn. Etwa in den Niederlanden und in Großbritannien kommen Immobilienkäufer mit deutlich niedrigeren Nebenkosten ins Eigenheim, führt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) an. Vor diesem Hintergrund empfehlen die Wirtschaftsforscher der Bundesregierung, sich diese beiden Staaten zum Vorbild zu nehmen. Die Niederlande etwa haben den Notar-Markt dereguliert: Die Notarkosten richteten sich nicht nach dem Kaufpreis. Zudem liege die Grunderwerbsteuer bei lediglich 2 Prozent. In Großbritannien wiederum gibt es eine gestaffelte Grunderwerbsteuer inklusive eines Freibetrags von 125.000 Pfund. Darüber hinaus fallen in diesen beiden Ländern die Kosten der Grundbucheintragungen deutlich geringer aus, als in Deutschland. Generell ist es wichtig, ärmeren Haushalten die Tür zum Immobilienmarkt zu öffnen. Gerade in Zeiten niedriger Zinsen ist das Eigenheim eine gute Absicherung fürs Rentenalter.

Leichter Zinsanstieg in 2017 erwartet

Für 2017 prognostizieren Marktbeobachter mehrheitlich etwas höhere Konditionen – obwohl viele Ereignisse mit ungewissem Ausgang im Raum stehen, so die Entwicklung des Ölpreises, der wirtschaftspolitische Kurs Donald Trumps oder die Zukunft des Freihandels.
Die Mehrheit der befragten Zinsexperten geht bislang davon aus, dass der Zinsanstieg beim Baugeld im November 2016 noch keine Trendwende war und dass die Leitzinserhöhung der amerikanischen Notenbank Fed vom 14. Dezember ebenso in den aktuellen Konditionen eingepreist ist wie durch Trumps Sieg ausgelöste Wachstumsphantasien. Für eine grundlegende Trendwende braucht es weltweit klare Konjunkturimpulse, die sich mittelfristig in der Inflation und der Zinspolitik niederschlagen. Selbst wenn sich Baugeld noch etwas verteuern sollte: Die Finanzierungsbedingungen bleiben voraussichtlich sehr gut. Fürs kommende Jahr sieht die Mehrheit der Experten nur ein begrenztes Aufwärtspotenzial an den Zinsmärkten und damit bei den Baugeldkonditionen.